


Jesus wurde in Bethlehem in Judäa geboren, zur Zeit, als König Herodes das Land regierte. Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: »Wo finden wir den neugeborenen König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um uns vor ihm niederzuwerfen.“ (Matthäus 2,1+2)
Einfach so? Haben sie sich einfach so auf den Weg gemacht, als sie den Stern entdeckten? Was mag in ihnen vorgegangen sein, den Sterndeutern, Weisen oder auch Königen? „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen.“
Die Weisen folgen dem Stern, die Hirten bekommen von den Engeln die Nachricht von der Geburt auf dem Feld. Auch sie machen sich auf den Weg. Von einem Zögern wird nichts berichtet.
Wie weit der Weg der Weisen war, wissen wir nicht. Wohl aber muss die Entdeckung des neuen Sternes die Neugier der Magier geweckt haben. So stark und groß, dass sie den Weg auf sich genommen haben. Zuerst suchten sie dann in Jerusalem, im Palast des Herodes. Natürlich, denn ein König muss ja wohl in einem Palast geboren werden. Aber sie werden weitergeführt und erleben genau das Gegenteil von dem, was sie sich ausgemalt hatten. In Armseligkeit werden sie fündig. In Bethlehem, in einem Stall. Und doch nehmen sie einen großen Reichtum mit.
Auch wenn die Ereignisse um die Geburt Jesu schon lange zurückliegen: Anstecken und neu
auf den Weg nehmen lassen sich immer wieder Menschen, indem sie entdecken, dass der Sohn Gottes auch heute uns Menschen anspricht, uns einlädt, eine Orientierung für das Leben zu haben. Weihnachten lädt uns ein, zum einen die Menschen von damals in den Blick zu nehmen und zum andern unser Leben in den Blick zu nehmen und uns fragen zu lassen: Was bedeutet es für mich, dass Gott seinen Sohn in die Welt schickt?
Mit der Geburt Jesu zu Weihnachten feiern wir die Menschwerdung Gottes. Das ist schon ein Ereignis, von dem wir uns einladen lassen dürfen.
Ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest und
ein gutes Neues Jahr 2011
wünscht Ihnen
Johann Stein, Pfarrer