Kirche Riesa-Gröba

Am Elberadweg in Richtung Strehla gelegen befindet sich die Kirche Gröba. In einer Urkunde von 1168 ist eine „Kirche zu Groben" erstmalig erwähnt. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahre 2004 wurden Putzreste aus der Zeit um 1200 an der Außenwand des Kirchenschiffes entdeckt, die auf einen steinernen romanischen Kirchenbau schließen lassen.
1720 bis 1734 errichtete man auf den alten Nord- und Südmauern des romanischen Vorgängerbaus die heutige Kirche mit ihrer barocken Innengestaltung. Einen besonderen Blickfang bilden der barocke Kanzelaltar, die Holzemporen und die Betstuben im Altarraum. Am Altar und an den Betstuben sind kunstvolle Holzschnitzereien des Dresdner Bildschnitzers und Porzellangestalters Johann Christoph Ludwig Lücke zu sehen.

Seit 1795 ist die Kirche Gröba in Besitz einer mechanischen Orgel, welche 1907 durch eine größere pneumatische Orgel der Gebrüder Jahn aus Dresden ersetzt wurde. Die einst bronzenen Glocken aus dem Jahre 1733 wurden 1912 durch drei neue ersetzt. Diese mussten 1917 für Rüstungszwecke abgegeben werden. Das 1922 beschaffte neue Geläut erlitt im 2. Weltkrieg das gleiche Schicksal. Seit 1957 erklingen drei eiserne Glocken vom Turm und rufen auch heute zum Gottesdienst und zum Gebet. Sie wurden von der Glockengießerei Schilling aus Apolda gegossen.

Nach der Wende erfolgten umfangreiche Renovierungsarbeiten. Zwischen 1996 und 1999 konnte durch die Dresdner Restauratoren Peter Taubert, Hans Riedel und Hilke Frach-Renner dem Kirchenraum seine barocke Farbfassung wiedergegeben werden. 2004 wurden bei der hochwasserbedingten Fußboden-Erneuerung im Kirchenschiff sechs Grabplatten der Adelsfamilie von Nitzschwitz aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert entdeckt. Es ist der größte, in einem Familienverbund zusammenliegende Fund in einer sächsischen Kirche. Diese Grabplatten sowie weitere Funde sind in einer Dokumentation des Landesamtes für Archäologie in der Kirche zu sehen.

Die Kirche ist in den Sommermonaten (April bis Oktober) täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

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